Günstige Ausrüstung im Test: 3 Sets für den schmalen Geldbeutel

Dass gute Ausrüstung kein Vermögen kosten muss, zeigen diese von uns getesteten Ausrüstungssets …

»Alle Kandidaten, vom Wanderoutfit bis zur Trekking- und Campingausstattung, durchliefen die gleichen, sehr fordernden Testparcours wie deutlich teurere Modelle«, erklärt Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka. Zelte standen tagelang im Starkregen und Sturm, der Wanderschuh von Lowa meisterte die Dichtigkeitsprüftung, ist seit einem Jahr im Einsatz und gefällt wie am ersten Tag. Mit den Schlafsäcken verschwand die OUTDOOR-Crew im Kühlhaus und ermittelte mit einer Hochleistungswärmebildkamera die Isolation. Die Langlebigkeit der Materialien prüften wir mit Dauerwäschen sowie Scheuer- und Reißtests. Aus den rund zwei Dutzend Testprodukten schnürten wir drei leistungsfähige, günstige Komplettpakete: je eines für Wandern, für den Campingurlaub und Zelttouren.


Das sechsteilige Wanderset im Überblick:



Es beinhaltet alles, was man auf Tour braucht. Und trotz haltbarer Materialien kostet es nur 520 Euro. »Zum Vergleich: Allein für eine Gore-Tex-Jacke kann man über 700 Euro ausgeben«, sagt Boris Gnielka. Am teuersten sind die Regenjacke von Marmot (150 €) und der Lowa-Wanderstiefel für 140 Euro. Aus gutem Grund, die Produktion wasserdichter, atmungsaktiver Schuhe und Kleidung erfordert viel Knowhow und Sorgfalt: Kleinste Abdichten der Nähte oder Konstruktionsfehler führen zu Lecks. Pinewood liefert eine leistungsfähige Wanderhose (110 €) und ein kuscheliges Fleece (40 €). Dazu kommen das Helly-Hansen-Funktionsshirt HH Tech T für 20 Euro und der bequeme, üppig ausgestattete Wanderrucksack High Peak Maxim (60 €).


Die günstige Campingausstattung im Überblick:



Auf ein wenig Luxus müssen Camper bei diesem Ausrüstungsset dennoch nicht verzichten: Das Tunnelzelt Vango Scafell 300+ (250 €) bietet zwei Personen viel Platz, im Vorraum kann eine kleine Familie bei Schmuddelwetter gemütlich zusammensitzen. Die passende Sitzgelegenheit entdeckten wir in Form des LACD Belay Chair für 30 Euro – »Meine Frau und ich nutzen diese Art von Stuhl seit Jahren auf unseren Campingtrips«, so Gnielka. Der CampingazCampingkocher kostet nur zehn Euro mehr; Töpfe, Schalen, Becher und Besteck entführt man aus der heimischen Küche. Weiteres Highlight: der sehr variabel einsetzbare Kunstfaserschlafsack Boom von High Peak (85 €), der durch seinen weiten eiförmigen Schnitt spürbar mehr Platz bietet als klassische Mumienmodelle. In Kombination mit der bequemen, selbstaufblasenden ExpedIsomatte können Sie im Urlaub ruhig schlafen.


Das günstige Trekkingset im Überblick:



Bei der Auswahl des Trekkingequipments achtete die Test-Crew auch auf ein niedriges Gewicht. Sündhaft teures Ultraleicht-Equipment blieb aber außen vor, denn hier kosten Zelt oder Schlafsack schon allein mindestens so viel wie das getestete Komplettpaket (Gesamtpreis: ab 585 €, je nach Schlafsack). Herzstück ist das Zweipersonenzelt Robens Boulder (192 €, 2355 g), das mit einfachem Aufbau und solidem Wetterschutz punktet.Deuter liefert den passenden Schlafsack: Kältefeste Schläfer greifen zum Orbit 0° (100 €, 1240 g), den sie bis zum Gefrierpunkt einsetzen können. Für Frostbeulen ist der deutlich wärmere Orbit –5° (110 €, 1680 g) ideal. Ein echter Spartipp kommt von Therm-a-Rest: die Isomatte Ridge Rest (390 g) für 25 Euro. »Kocher, Topf und Stirnlampe machen das Paket komplett«, sagt Boris Gnielka. Noch ein Tipp: Die Ausrüstung vor dem Kauf mal anprobieren – trotz gründlichstem Test spielt auch die individuelle Passform eine große Rolle. Alle weiteren Details zu den hier getesteten Produkten und viele weitere Tipps findet ihr in den Artikeln (unten) auf dieser Seite.


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